Spuren im Waldgeflüster

Eben war die Installations-Gruppe im Wald um ihre Plastiken fotografieren zu lassen. Ja, Plastiken. Lion belehrte uns gestern, dass man von einer Skulptur redet, wenn man Material wegnimmt, und von einer Plastik, wenn Material zusammengefügt wird. Oder so ähnlich. Jedenfalls wissen wir nun, dass Hörplastiken entstanden sind. Vielen Dank Lion für diese wichtige Information.

Der Wald war wieder einmal unglaublich. Der Wind, der durch die Blätter flüstert. Die Sonne, die mit dem Schatten auf dem Boden spielt. Die Vögel, die ihre unterschiedlichsten Melodien durch die Bäume pfeifen. Und alles begleitet von dem lauten Knacken und Knistern unserer Schritte. Man sieht die Spuren, die wir hinterlassen haben. Hier und da immer wieder ein zertretener Ast, ein abgeknickter junger Baum. Eine gelbe Plastiktüte auf dem weichen Waldboden. Ein bisschen Metall in den Bäumen. Doch nicht nur der Wald wird sich auf die eine oder andere Weise an uns erinnern – auch die Einheimischen werden uns nicht so schnell vergessen. Willi Wangler, der zum Gedichte vorlesen eingeladen wurde. Die Nordic-Walking-Gruppe, die hier leider nur aufs Klo gehen konnte, da wir nicht genug Platz für ihr Vesper hatten. Die Herren, die immer wieder am Heimwerkern waren und die Fensterrahmen strichen, während wir im Haus herum geisterten. Und auch wir werden viele, spannende Erinnerungen an diesen Ort mitnehmen.

Es kommt Abschiedsstimmung auf.

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